Cafe & Catering

Fünf Jahre nach Eröffnung der Therapeutischen Arbeitsstätte an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UKE ist den Mitarbeitern/innen damals mit der Unterstützung von Freunden und Förderern ein wichtiger Schritt zur Arbeitsintegration seelisch erkrankter und behinderter Menschen gelungen. Nach der Fertigstellung der Caféteria im durch Spendengelder finanzierten neu gestalteten Foyer der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (im Haus W37; geöffnet Mo-Do 9-17, Fr 9-15:30 Uhr) konnte der Betrieb eines Klinik-Cafés beginnen und zu einem beliebten Treffpunkt aller - in welcher Rolle auch immer - in der Klinik engagierten Menschen werden. So ist inmitten der Klinikroutine ein Ort des Innehaltens, des Rückzugs, der Begegnung und des Gesprächs entstanden. Auch das ein Stück Gemeindepsychiatrie. Mit der Gründung des gemeinnützigen ”Osterfeld e.V. - Arbeit, Integration, Forschung“ als Betreiber und Träger des Klinikcafés wurden im April 1999 gleichzeitig die Voraussetzungen zur Schaffung einer neuen Hamburger Integrationsfirma nach dem Vorbild anderer bereits existierender Integrationsfirmen (Hamburger Initiative, Bergedorfer Impuls u.a.) geschaffen. Inzwischen hat der Verein eine gemeinnützigen GmbH gegründet, um das Café und den Catering-Service zu betreiben.

Wir alle wissen schon aus unseren Alltagserfahrungen, welch bedeutende Rolle Arbeit und sinnvolle Beschäftigung in den Lebensentwürfen der Menschen einnehmen können. Und wir wissen ebenso, wie belastend und destruktiv sich Arbeitslosigkeit und der Ausschluß aus dem sozialen Gefüge der Arbeitswelt auf die davon betroffenen Menschen auswirken kann. Das gilt natürlich auch, und vielleicht sogar insbesondere, für diejenigen, deren Lebensentwürfe und (Arbeits-) Biografien durch seelische Krankheit und Behinderung gründlich aus der Bahn geworfen wurden.

Aus diesen und weiteren Gründen gehören Themen wie Arbeit, berufliche Anpassung, Arbeitsbiografie und berufliche Zukunft in jede fachgerechte psychiatrische Behandlung. Die berufliche Rehabilitation und soziale Integration durch Arbeit gehören neben der Deinstitutionalisierung psychiatrischer Behandlung und Rehabilitation und der Schaffung von angepassten Wohnformen zu den wichtigsten Säulen gemeindenaher Psychiatrie.

Mit dem Cafè Osterfeld, so der Name des Klinikcafès, wurden also nicht nur eine neue Begegnungsstätte in der Klinik geschaffen, sondern auch Arbeitsplätze, sowohl sozialversicherungspflichtige als auch Arbeitsplätze im Sinne geringfügiger Beschäftigung (sog. Zuverdienst). Wir folgen damit den Erfahrungen der bereits am Markt etablierten Integrationsfirmen. Diese konnten nachweisen, dass ihr Arbeitsangebot dazu beiträgt, das Selbstvertrauen der Arbeitnehmer/innen zu stärken, Ängste zu reduzieren und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Längerfristig finden etliche Arbeitnehmer/innen über eine Arbeit in der Integrationsfirma den Weg auf den sog. ersten Arbeitsmarkt.

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Guten Appetit
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